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Zurück in die Zukunft – Ein Weg, den wir gehen sollten

ein persönlicher Kommentar zum Zusammen-Leben

von Helmut P. Fleischhauer, Politik

Grausame Bilder … brennende Flaggen, Tote, gestürmte Gebäude, Haß und Verachtung. Und all das nur wegen mangelndem Respekt vor der Religion und der Kultur anderer Menschen.
Ich verstehe das nicht, es macht mich unendlich traurig und es beunruhigt mich. Wurden doch so viele Kriege gerade deswegen geführt.

Rückblick: Vor Jahrzehnten lebte ich in einem Bundesstaat eines Landes weit von hier. Dort lebten unterschiedliche Rassen mit unterschiedlichen Religionen friedlich zusammen. Ja, zusammen, nicht nebeneinander. Malayen, Chinesen, Inder, Europäer, Kadazan/Dusun, Bajau und Murut. Es leben dort Christen (Katholiken, Protestanten), Buddhisten, Hinduisten, Muslime und Anhänger von Naturreligionen als Nachbarn und nicht in Feindschaft. Erinnere mich an ein Jahr, in dem viele religiöse Feste an vielen Tagen kurz hintereinander folgten. Das Deepavali Fest der Hindus, das christliche Weihnachten, Eid al-Fitr (das Ende des Fastenmonats) der Muslime, Neujahr und das chinesische Neujahr. Da hatten wir Gäste und wir sind zu den Nachbarn zu deren Festen gegangen. Alle haben darauf geachtet, dass für jeden Gast das passende Essen vorhanden war. Rind, Fisch oder Huhn für die, die Schweinefleisch nicht essen, vegetarisches Essen für die Vegetarier. Respekt vor den Nachbarn und Respekt vor deren Religionen. Das was einfach so und es war ganz normal. Die Hautfarbe hatte keinerlei Bedeutung . .. hat sie ja auch nicht. Es geht immer um Menschen, um Nachbarn.
Ich hoffe sehr, es ist dort auch heute noch so und hat sich nicht verändert.

Es gibt zu viele Rattenfänger jeglicher Couleur und wir als freie Bürger sollten ihren fanatischen Worten kein Gehör und keinen Glauben schenken, ihre Hasstiraden in Wort, Bild, Film, Schrift und Wort nicht verbreiten. Sie einfach ignorieren.

Es gab schon immer 'Rattenfänger' und heute sind wieder viele davon da und sehr aktiv. Wehren Sie sich gegen all die, die nur Hass verbreiten. Verschließen Sie Ihre Ohren gegen deren Geschwätz.

Die Menschen, die ich in meinem Leben getroffen habe, die mir Gastfreundschaft erwiesen haben – egal welcher Rasse, Kultur oder Religion, hatten immer nur ein Ziel. Ihre Kinder gesund großzuziehen, ihnen ihre Moral mit auf ihren Lebensweg zu geben und glücklich zu sein.

Laden Sie doch einfach einmal Ihre Nachbarn ein, ob aus Asien, Afrika oder sonstwo her. Reden Sie mit ihnen. Hören Sie zu, lernen Sie.
Sie werden Erstaunliches erfahren, Erstaunliches lernen. Seien Sie offen und ohne Vorurteile.
Dann könnte es passieren, dass Sie an einem gemeinschaftlichen interkulturellen Familienfest zu Gast sind, das so wunderbar ist, dass Sie es nie vergessen werden.

Ein Lächeln ist das Einfachste und Schönste das wir verschenken können. Was wir zurück bekommen ist noch viel schöner.
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