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Gesehen: Unter dem flammenden Stern

Cottbuser Kindermusical, 17. März 2013

von Isabel Witkowski, Kultur

Am 17. März 2013 konnte ich die letzte Vorstellung des Cottbuser Kindermusicals „Unter dem flammenden Stern - Ein Westernmusical“, unter der Regie von Torsten Karow, besuchen. Meine kleine, junge Begleitung und ich waren sehr gespannt, was auf uns zukommt, denn wir beide haben noch nie ein Stück des Kindermusicals gesehen und waren umso interessierter.
Das Bühnenbild, entworfen von Margit Winkler, Monika Respa und Gesine Wolf-Bergk, das von Anfang an zu sehen war, bestand aus einer bemalten Wand, und schon allein durch diese Einfachheit gelang es die Phantasie der kleinen und großen Gäste zu wecken und sich mitten in den Wilden Westen hineinversetzt zu fühlen.

Eingeleitet wurde das Stück mit herzhaftem Gesang und dazu passenden Tanzeinlagen.
Der junge und mutige Cowboy Brad Stone macht sich auf dem Weg zu seiner geliebten Verlobten Pavati, einem Indianermädchen, um das Fest der Vermählung zu feiern. Doch er ist nicht allein. Sein sprechender und aufrechtgehender Freund, ein Esel, ist sein ständiger Begleiter. Wie es das Schicksal will, verspäten sich die beiden, kommen aber gesund und munter in Hazelnut Groove an, wo Pavati lebt. Die Mutter von Pavati, Halona, sieht in der Verspätung des Verlobten ihrer Tochter nichts Gutes und hat ein schlechtes Gefühl. Dieses soll sich schon in der gleichen Nacht bestätigen, als Pavati von der schrecklichen Indianerhexe Axistowakii entführt wird. Axistowakii will die reine und gute Seele von Pavati, um selbst jung und hübsch zu bleiben. Sofort machen sich Brad Stone, sein Esel und alle ihre Freunde auf dem Weg, um Pavati zu retten, doch schnell müssen sie erkennen, dass dies kein Zuckerschlecken wird. Bald wird auch ihnen klar, dass sie auf dieser Reise an ihre Grenzen gelangen werden und sich mit ihren Fehlern und Problemen, wie auch mit ihren eigenen Stärken und Schwächen auseinandersetzten müssen und dennoch nie das Ziel vor Augen verlieren dürfen. Sprechende Kakteen und angsteinflößende Zombies kreuzen den Weg der Freunde und helfen ihnen aus der Patsche und sprechen ihnen wieder Mut zu. Schließlich gelingt es ihnen Pavati aus der Grotte von Axistowakii zu befreien.
Es ist ein musterhaftes Happy End, das auf der Bühne des Konservatoriums Cottbus in großartiger Weise dargestellt wurde. Mit eigenen Liedern und eigenen Tänzen wurden die einzelnen Szenen zauberhaft untermalt, wobei die Texte der Lieder jeweils sehr gut zu den einzelnen Szenen passten. All diese Ideen und Texte stammen Torsten Karow und wurden von den Kindern und Jugendlichen der Musicalvorstufe 1 & 2 sowie der Musicalklasse des Cottbuser Kindermusicals wunderbar umgesetzt. Die Kinder starrten gebannt auf die Bühne und fieberten die ganze Zeit mit. Jedes einzelne Kostüm, war perfekt auf den jeweiligen Charakter der Figuren abgestimmt. Es war ein spannendes und schillerndes Abendteuer, das die Zuschauer an diesem Nachmittig erwartete. Es ist wirklich erstaunlich, welch künstlerische Leistung, schauspielerisch sowie auch gesanglich und tänzerisch, die Mädchen und Jungen des Cottbuser Kindermusicals auf die Bühne brachten. Als Abschluss, wurde sich feierlich von einigen Mitgliedern verabschiedet, wobei auch die einen oder anderen Tränen geflossen sind. Es wurde sich bedankt und es wurde gelobt und am Ende gab es einen rieseigen Applaus. Wer nun also auch mal Lust hat, sich das Cottbuser Kindermusical zusammen mit seinen Kindern oder Geschwistern anzusehen – Es lohnt sich und es macht auf alle Fälle Spaß.
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