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Gesehen: Konzert junger Künstler

Staatstheater, Großes Haus, 20. Juni 2013

von Christiane Freitag, Kultur

Die Sommerferien haben begonnen und wie schon seit vielen Jahren leitet das Staatstheater Cottbus diese mit einem ganz besonderen Konzert ein: dem Konzert junger Künstler. So natürlich auch dieses Jahr. Diesmal unter der Leitung Marc Niemanns, der gleichzeitig wirklich souverän und locker durch das Abendprogramm moderierte. Nicht nur erfuhren so die jungen Talente eine ganz eigene, neue Form der Würdigung, sondern auch das Programm lockerte sich damit entspannt auf. Dessen nicht genug, ergänzte der 1. Kapellmeister das bisherige Konzept noch mit einem ganz neuen Akzent. Es durften in diesem Jahr, im zweiten Teil des Konzerts, Musiker aller Generationen zusammen mit dem philharmonischen Orchester musizieren. Den ersten Teil bestritten wie gewohnt acht Solotalente. Das Konzert junger Künstler 2.0 also.
Und es ist schon verrückt und bemerkenswert, was diese Talente so alles drauf haben. Würde man es nicht wissen, man würde denken dort oben stünden Profis. Cottbus und Umgebung leisten einen Beitrag zum künstlerischen Nachwuchs der sich durchaus sehen lassen kann. Da flogen junge und jugendliche Finger über Harfenseiten (Antonia Wirth, Georg Friedrich Händel: Konzert für Harfe und Orchester B-Dur op.4 Nr.6), über Querflöten (Lena Kerstan, Cécile Chaminade: Concertino für Flöte und Orchester op. 107), über Violinensaiten (Lisabet Seibold, Éduard Lalo: Symphonie espagnole op. 21 für Violine und Orchester), über Klarinetten (Marie- Luise Rödiger, Carl Stamitz: Konzert für Klarinette und Orchester Es-Dur (Darmstädter Konzert)), über Hörner (Micha Hänel, Camille Saint-Saëns: Morceau de concert op. 94 für Horn und Orchester), über Klaviertasten (Ekaterina Pimenova, Sergej Rachmaninov: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18), über ein Altsaxophon (Sophie Kuhnert, Iturralde: Pedro Pequeña Czarda für Altsaxophon und Orchester) und es wurden Schmachtarien gesungen (Laura Wanger, Wolfgang Amadeus Mozart: Guinse alfin il momento – Deh vieni, non tardar. Rezitativ und Arie der Susanna aus der Oper „Le nozze die Figaro“ (4. Akt)). All diese Stücke sind nicht gerade das, was man gemeinhin unter anspruchslos und einfach versteht. Die jungen und jugendlichen Künstler meistern sie mit Bravour. Wir hören das erste Stück und ich mache ein Kreuzchen im Programmheft für richtig, richtig gut; das zweite Stück, ich mache ein Kreuzchen für richtig, richtig gut; das dritte Stück, ich mache ein … das achte und letzte Stück ist vorbei, und ich mach wieder ein Kreuzchen. Alle acht Stücke habe ich nun also mit einem richtig, richtig gut Kreuzchen versehen und ich bin richtig, richtig beeindruckt angesichts der Leistung und außerdem überaus froh über diese Plattform die das Staatstheater mit dem Konzert junger Künstler geschaffen hat. Ein Plattform für junge Künstler erste professionelle Orchestererfahrungen zu sammeln und für Zuschauer, den überaus sehenswerten und guten Nachwuchs der Region zu sehen und zu erleben. Wahnsinn!
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