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Gesehen: Die lange Nacht der kurzen Stücke

BÜHNEacht , 29. Juni & 24. Juli 2013

von Jens Pittasch, Kultur

Bei freiem Eintritt, leckerer Bowle, gegrillten, gebackenen, gefrorenen und frischen Leckereien - gab es auch richtig viel Theater in der BÜHNEacht. Und das gleich zweimal im Sommer. Leider konnte ich nur einmal dabei sein, am 29. Juni.
Und da wurde es voll und voller - der Erfolg überrollte die Veranstalter noch bevor es losging und jeder Besucher wusste, dass sich das Kommen nicht nur wegen der sehr schönen Atmosphäre lohnte, sondern besonders wegen richtig guter Stücke!
Gleich sieben davon gab es, allerdings mehrere zeitgleich. Denn die Macher hatten es geschafft, ihrem kleinen Keller drei Spielorte abzuringen und einen vierten im Haus nebenan.
Um die Qual der Wahl zu erleichtern waren Berater unterwegs. Trotzdem war danach jeder neidisch, der die Berichte der Besucher hörte, die die jeweils anderen Inszenierungen gesehen hatten. Und wer dann, wie ich, nicht am 24. Juli nochmals kommen und die zweite Chance nutzen konnte, wusste immerhin, dass er wirklich etwas verpasst hatte.
Gerade eben aber, einer Eingebung folgend, rief ich an bei der BÜHNEacht, erwischte tatsächlich mitten im August deren Leiter Mathias Neuber - und habe nun die frohe Botschaft, dass es weiter geht, mit der langen Nacht: im November.
Erneut gibt es dann „Die Puppe“, „Licht“, „Wenn ihr kein Brot habt, dann esst halt Kuchen“, „Der Umzug“, „Herr Weber und die Litotes“, „Der Heiratsantrag“ und „Begegnungen“, diese auch als Kurzfilm. Es inszenierten und spiel(t)en Christoph Morling, Janine Edeling, Hennig Wolff, Patrick Niegsch, Elke Noack, Alex Stürmer, Karsten Pätz, Katharina Riedel, Thomas Pfitzmann, Volkmar Weitze, Torsten Dubrow, Mattias Schreve, Ingrid Ruschke, Christoph Schmidt, Heiko Fischer, Anja Schröter, Silvio Berger, Ariane Knittel, Sarah During, Jenny Kaiser, Kati Bellmann, Martin Mendiburu und Lukas Schuck.
Sie alle sind hier erwähnt und obwohl ich (noch) nicht alle sehen konnte, bestätigten doch die Besucher der anderen Stücke meinen Eindruck: Wieder einmal und diesmal in der besonderen Situation dieses kleinen Festivals mit großem Andrang, bestätigte sich die außerordentliche Qualität der Arbeit des gesamten Ensembles. Durchgängig war beeindruckendes Schauspiel in gelungenen Bildern zu sehen. Darsteller, die ihre Rollen verinnerlichen und ihnen großen Ausdruck verleihen, Inszenierungen, deren Macher mit sehr wenigen Mitteln, sehr viel auf die Bühne bringen. Der Sommer kann zwar ruhig noch etwas bleiben, für den Herbst aber freue ich bereits auf die nächste lange Nacht dieser kurzen Stücke.
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