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Michael Auth

Interview

von Simone Claudia Hamm, Kultur

Seine Werke waren bis Ende Juni in der Galerie Haus 23 zu sehen. Mehr als 100 Ausstellungen hat er bereits bestritten, viel gereist zwischen New York und Tibeth reicht seine Werksvielfalt von Objekten, über Grafiken bis hin zur Malerei.

Wie würdest du selbst deinen künstlerischen Stil beschreiben?
Das ist eine schwierige Frage. Natürlich kann man eine einzige Arbeit herausnehmen und mit anderer Kunst vergleichen und dann sagen; ok das ist ähnlich und das haben wir so genannt, also heißt das jetzt so. Aber es ist komplexer, weil es fließende Übergänge gibt. Viele Künstler haben in
ihrem Leben ihren Stil öfter verändert. Aber wenn man genau hinsieht haben sie nur Ihre Ansicht geändert; etwas so oder so zu tun.

Wie bist du zur Kunst gekommen, war es ein gerader Lebensweg?
Bei mir war der Weg nicht gerade. Da muß ich sagen, dass macht die Sache spannend, wenn man zurückgreifen kann auf ein anderes Betätigungsfeld, das ist ein Vorteil. Die Entscheidung Künstler zu werden fiel bei mir spät, so mit 35 Jahren. Jedenfalls bereut hab ich das nie.

Einige Sachen erinnerten mich an Picasso, Bruchstücke von Leonardo da Vinci tauchten auch mehrmals auf, hast du künstlerische Vorbilder?
Ja Picasso habe ich immer verehrt und er hat ja auch etwas über seine Ansichten zur Kunst geschrieben. Das hat mich sehr früh beeinflusst. Und wenn Picasso kein Rot für Blut hatte ,dann nahm er eben Blau. Bei Leonardo waren es die Zeichnungen die mich inspirierten. Und er schrieb in seinem Trattato della Pitura; wenn man ein Gesicht gut zeichnen will muß man die Anatomie kennen. Auch ein guter Satz "Das dahinter Kennen".

Ist dein Atelier ein wunderbares Sammelsurium an seltsamen Dingen die dir neue ungeahnte Möglichkeiten bieten?
Sammelsurium ein schönes Wort, wenn es sich auch auf´s Denken bezieht. Beim reinen Sammeln von Gegenständen wird es gefährlich. Zu viel gesammeltes verlangt Ordnung und das kostet Zeit die irgendwo fehlt.

An was für Projekten arbeitest du gerade?
Ich bearbeite ein großes Kalenderprojekt für 2013. Bis Ende des Jahres sind noch 3 Ausstellungen und ganz wichtig meine Arbeit an großformatigen Zeichnungen in den nächsten Monaten für das Messner Museum in Bozen.

Was möchtest du in deiner künstlerischen Laufbahn gern noch erreichen bzw. verwirklichen / was treibt dich an?
Auf meinen Lebensläufen schreibe ich zum Schluss immer den Satz " Und noch viel vor" und genau das treibt mich an, dass ich diesen Satz noch oft verwenden kann.

Was war ausschlaggebend für dich deine Werke in Cottbus zu zeigen?
Es war ein Kontakt zu Matthias Körner von der Galerie 23. Ich habe mir die Räume angesehen und dann die Stadt und dann habe ich gesagt "paßt" und vielleicht mal wieder.

Wer sich durch seine vielschichtigen Arbeiten stöbern möchte kann gern die Internetseite www.michaelauth.com besuchen.
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