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Die ganze Heimatkunde

Ausstellung 12.5. - 19.8.2012 im DKW

von Simone Claudia Hamm, Kultur

Mit Manfred Butzmann´s Werken begibt man sich auf eine interessante Entdeckungsreise, sie fordern auf Dinge anders zu sehen, Wirklichkeit wahrzunehmen und sich mit (den Lebens-)Geschichte(n) auseinander zusetzen.
Landschaften, Kneipenszenen, Abreibungen, Druckgrafiken, Plakate, usw. das Repertoire ist groß, ein Spiel zwischen Gegensätzen und Synergien, in denen sich der Charakter des Künstlers und der Gesellschaft wieder spiegelt.
Seine Heimat interessiert und kümmert ihn, er zeigt uns die Menschen, die versteckten Orte, die kleinen Dinge und rückt sie ins rechte Licht. Unverwechselbare Stimmungen durchströmen seine Arbeiten. Aquarelle, in einen trüben Mantel gehüllt, mit einem Hauch verwaschener Zeit, düster schwer und melancholisch, ohne Hast anmutig wie die Dämmerung.
Kritzeleien, Ritzungen, Verfall, Struktur und Haptik, gleich einem Archäologen hält er diese Dinge in seinen Abreibungen fest, verweist auf das verborgene und macht es für uns sichtbar.
In seinen Plakaten beäugt er spitzfindig sich wandelnde gesellschaftliche Normen und Werte, schaut hinter die Fassade und meldet sich als Augenzeuge zu Wort. Er schärft den Blick des Betrachters für soziale, ökologische und politische Missstände. Ohne Schnörkel immer konzentriert auf das wesentliche, sind seine Werke lehrreich, bildend und ein Stück Heimat für uns alle. Eine absolut sehenswerte Ausstellung, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Die dazugehörigen Kataloge zeigen „Aquarelle aus Brandenburg“ in berauschendem Dämmerlicht und die „Molle“ berlinerische Kneipenszenen, mit Anekdoten aus dem wahren Leben – Heimatkunde zum mitnehmen und immer wieder ansehen.
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