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Franziska Steinhauer

Todessehnsucht

von Alexander Schneider, Buch

Wer spannende Literatur liebt und kriminalistisch interessiert ist, sollte unbedingt das Krimi-Schmankerl „Todessehnsucht“ von der uns in Cottbus und darüber hinaus in unserem Land bekannten Schriftstellerein Franziska Steinhauer lesen.
Üblicherweise spricht man nicht von Pauken und Trompeten, wenn es um Literatur oder Poesie geht, aber im vorliegenden vorerst letzten Krimitaschenbuch steigt beim Leser von Seite zu Seite die Spannung, die in einer höchst interessanten und nicht erwarteten, überraschenden Lösung der aufgeschriebenen Mordfälle ständig zunimmt – bis zum Schluss packend. Der wohl bekannteste Kriminalhauptkommissar in Frau Steinhauers Romanen Peter Nachtigall muss wieder vielfältig und allseitig recherchieren, ehe die zwei rätselhaften Morde an einem Geschwisterpaar – Bruder und Schwester – aufgeklärt sind. Diesmal wagt sich die Autorin in die Künstlerszenerie, in deren Mittelpunkt Waldemar Gernot Gausch steht, der bekannt und sehr erfolgreich ist, vom antiken Griechenland schwärmt und sich pseudonym Gregorilos nennt. Er wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Bei näherer Betrachtung wird sehr schnell klar, dieser Kunstmaler hat mehr als zwei Gesichter: Er war grausam, arrogant, trieb seine Gegner in den Ruin bzw. in die Mittellosigkeit und erpresste seine engsten Vertrauten und Freunde. Selbst in seinem Testament bedenkt er die Erbberechtigten mit schier unlösbaren Aufgaben, bevor diese das Erbgut erlangen können. Eben ein widerwärtiger Zeitgenosse, der von seinem Assistenten Jonathan Weiss vergöttert und von der Schwester gehasst wurde, wie es in ihrem Tagebuch zu lesen ist. Und hier liegt auch ein besonderes Geheimnis, das zur Lösung beider Morde führt. Jonathan durchlebt als Findelkind eine grausame Kindheit und weiß Anfang nichts von der Existenz einer Schwester…
Am 16. Februar 2016 hatte ich Gelegenheit Frau Franziska Steinhauer persönlich kennen zu lernen. Sie hatte zu einem Leseabend in die Buchhandlung eingeladen, Sie las aus ihrem neuesten Roman „Todessehnsucht“, dem 10. Fall für Peter Nachtigall. Mit großer Aufmerksamkeit und Anteilnahme hörten die Gäste des Abends zu, die so zahlreich erschienen waren, das kein Platz in dem kleinen Lesesaal frei blieb, Geschickt führte Frau Steinhauer uns sinnbildlich zu einigen Details aus dem Buch, ohne am Ende die Rätsel zu lösen, die sich um die zwei Morde ranken. So weckte sie die Neugier das Buch selbst zu lesen. Autogrammjäger kamen voll auf ihre Kosten.
Am Ende löst das Kriminal-Dreier-Team von Peter Nachtigall, der seit einigen Tagen von Eifersucht gegenüber seiner Frau geplagt wird die Fälle, die um die Schauplätze Spremberger Stausee und Cottbus selbst geschehen. Mit Begeisterung kann man die pathologischen Vorgänge, die fundierte Polizeiarbeit und Forensik verfolgen und – „lokaler geht es nicht.“
Und schon wird die Neugier nach einem elften Fall für Peter Nachtigall erneut geweckt?
Man sollte erwartend gespannt sein!
Franziska Steinhauer - Todessehnsucht: Peter Nachtigalls zehnter Fall
Verlag: Gmeiner-Verlag; Auflage: 2016 (3. Februar 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839218330
ISBN-13: 978-3839218334
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