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Standpunkte

Wahlkater, was nun...?

von Conny, Politik

Liebe Menschen, habt Ihr Euren Wahlkater ausgeschlafen? Es klingelt nun in unser aller Ohren „wir haben verstanden“, „...werden unsere Hausaufgaben (fiiiippp) machen...“ oder gerne auch „wir müssen besser zuhören“. Ach diese Kopfschmerzen! Ich werde das Gefühl nicht los, in einer Vorher-Nachher-Dauerwahlschleife zu stecken.
Am Ende sitzen in der Cottbuser Stadtverordnetenversammlung zu großen Teilen doch wieder die Üblichen plus ein paar frische Gesichter plus die angekündigten besorgten Bürger*innen. Es ist bunter, vielfältiger und wird sicher kontroverser. Und, wen überrascht das jetzt? Mal ehrlich, habt Ihr einen zündenden Wahlkampf erlebt, mit Zukunftsvisionen für die Stadt oder gar flammende Statements, in welcher Weise wir hier gemeinsam leben wollen und wer jeweils dafür antritt? Nun ist das Kind im Brunnen... Ui, Katerstimmung! Da hilft nur: Kopfschmerztablette ins Glas und nachgedacht! Sehen wir es mal positiv, denn nun können die Neuen beweisen, wie sie die Zukunft der Heimat besser als alle Bisherigen angehen werden. Und das meine ich wirklich ernst, denn als Demokratin möchte ich zumindest prüfen, ob in mancher Idee nicht doch ein umsetzbarer Kern steckt. Selbstverständlich hoffe ich dabei auf Gegenseitigkeit und einen sachorientierten Austausch statt Stillstand oder gar Verweigerung. Dass das politische Interesse in der Bevölkerung in den vergangenen Monaten allgemein gestiegen ist, kann man auch als guten Nebeneffekt der gesellschaftlichen Entwicklung resümieren. Selbst wenn uns dabei nicht jede Meinung passt. Es kommt jetzt darauf an, sich nicht wieder in die eigene Komfortzone zurückzuziehen. Ich wünsche mir ein stärkeres Miteinander, viel mehr Bürgerbeteiligung und das Entwickeln gemeinsamer Aktionsrichtungen für Cottbuser Themen. So ein bisschen „Yes, we can!“. Ich fürchte, Politik – auch Stadtpolitik - muss man erklären. Sicher, das ist aufwendig, aber es lohnt sich. Dafür braucht es aber eine offenere und viel intensivere Kommunikationsstrategie seitens der Verantwortlichen. Notwendig ist jedoch genauso UNSER Interesse an den städtischen Prozessen, das Hinterfragen und vor allen Dingen das Mitmachen. Jede*r hat das Recht, sich als sachverständige/r Bürger*in in die thematischen Diskussionen der Stadt einzubringen. Oder man engagiert sich in einem der vielen Vereine, geht zu den Bürgerdialogen, den Sprechstunden der Abgeordneten oder des OB`s, veranstaltet Blockaden, Demonstrationen oder Proteste... Möglichkeiten gibt es viele. Vor uns liegen fünf Jahre. In diese Zeit fällt die Weichenstellung für Cottbus und den Strukturwandel, quasi die Richtung unser aller Zukunft. Also, nix gepflegter Wahlkater oder langer Katzenjammer.

Be active!

Herzklopfen. Eure Conny
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