Gesehen: DAS SCHAUSPIEL SETZT ZEICHEN

WINTERSONNENWENDE * VERBRENNUNGEN * MAMMA MEDEA

von Jens Pittasch, Kultur, erschienen in Ausgabe 3-2017

Rumms. Das sitzt. Drei Premieren, die es in sich haben und Zeichen setzen. Schauspiel in Reinform und in höchster Güte. Klar, so bekommt man (leider, leider) nicht die Zuschauerquoten von Schwänken und Liederabenden - dafür aber ist das Theater zum Weitersagen, mit Eigenständigkeit und Bedeutung. In seiner Abschiedsspielzeit legt Schauspieldirektor Mario Holetzeck, besonders auch mit seiner eigene...


Gedenken an vergangene Bombennächte

Leserbrief

von Regimekritiker Dracula, Politik, erschienen in Ausgabe 3-2017

Jedes Jahr am 15. Februar missbrauchen Rechte die Erinnerung an die Bombardierung von Cottbus 1945 für die Verbreitung ihrer menschenverachtenden Ideologie. Eine breite Bewegung unter dem Motto „Cottbus bekennt Farbe“ stellt sich ihnen jedes Jahr entschieden entgegen. Doch bei allem Gedenken müssen wir geschichtsbewusst nach vorn schauen, denn Deutschland marschiert wieder! Nix mit 71 Jahren Fri...


25 Jahre junge Kunst in Wohnungen

Von World Soup zur Living Room Gallery #3

von Daniel Ebert, Kultur, erschienen in Ausgabe 2-2017

() Laut dem britischen Kunstmagazin "ArtReview" war der Schweizer Kurator Hans-Ulrich Obrist 2016 die einflussreichste Person im internationalen Kunstbetrieb. Interessanterweise fand 1991, da war er 23 Jahre alt, seine erste Ausstellung “World Soup” in der Küche seiner St. Gallener Wohnung statt - quasi dem Prototypen jeder Living Room Gallery. Es ging ihm damals darum, eine Ausstellung...


Loblied der Cottbuser Praxis

Kommentar zur Living Room Gallery

von der Daniel, Kultur, erschienen in Ausgabe 2-2017

Ich kann die Living Room Gallery – zumindest die Ausstellung – nur von außen beschreiben. 60 bis 70 Menschen warteten abends noch vor der WK51 um eingelassen zu werden. Und ich hatte keine Lust 45 Minuten zu warten. Einige Bekannte von mir sind über die Mauer geklettert, um noch in die Ausstellung zu kommen – und einige wenige hatten auch Erfolg. Wann gab es das sonst in der Cottbuser „Kunstwelt“...


Gibt es die Arbeiterklasse eigentlich noch?

Oder: brauchen wir sie (wieder)?

von dh, Politik, erschienen in Ausgabe 2-2017

Überlegungen zu Didier Eribons Rückkehr nach Reims Der Begriff der Arbeiterklasse wirkt merkwürdig verstaubt. Heute gibt es Prekäre oder das Dienstleistungsproletariat, eine Unterschicht, prekäre Milieus oder Abgehängte, Hartz IV-EmpfängerInnen oder eben Menschen, die nichts aus ihrem Leben gemacht haben und sich vielleicht einfach nicht genug für den Arbeitsmarkt selbst optimiert haben. Ein Be...


Gesehen: DAS WIRTSHAUS IM SPESSART

Premiere 14. Januar 2017, Staatstheater Cottbus, Theaterscheune

von Jens Pittasch, Kultur, erschienen in Ausgabe 2-2017

()Unser Staatstheater befindet sich offenbar auf Kurs, in der aktuellen Spielzeit alle Auslastungszahlen zu sprengen. Nach den äußerst breitenwirksamen, schönen Stücken „Glauben Lieben Hoffnung“ und „Die Spanische Fliege“, dem mörderisch-komischen „Ritter Blaubart“ und dem exzellent-spannenden Ballett „Peter Pan“ ist mit „Das Wirtshaus im Spessart“ ohne Zweifel ein weiterer Kassenschlager im Progr...


Gesehen: THE WALL

Piccolo Theater Cottbus, JugendTanzCompany, 21. Januar 2017

von Jens Pittasch, Kultur, erschienen in Ausgabe 2-2017

Die Mauer - für einen Deutschen ist der Begriff eindeutig besetzt. The Wall - für Menschen weltweit (ab zirka 30) steht dieser Begriff für Pink Floyd. Und zumindest hier, in Ostdeutschland, vermischte sich beides, nicht zuletzt durch das monumentale Konzert auf dem (damals noch leeren) Potsdamer Platz am 21. Juli 1990. Genau dort, wo „Die Mauer“ verlief, stand nur „The Wall“. Mitten durch das ...


Zwischen Aufmarsch und Gesellschaft

von Fabi Buchholz, Politik, erschienen in Ausgabe 2-2017

In der Nacht vom 13. zum 14. Januar fanden sich kurzfristig rund 120 Neonazis am Altmarkt zusammen und veranstalteten von dort aus eine Spontandemonstration. Das Spektakel dauerte etwa fünf Minuten und zog durch die Sprem in Richtung Spremberger Turm, wo sich der Zusammenschluss so schnell auflöste, wie er entstand. Begleitet wurde dieser von Bengalos und Hassparolen. So wurde auch ein Flugblatt v...


Buch-Tipp

Warum französische Kinder keine Nervensägen sind

von Jens Pittasch, Kultur, erschienen in Ausgabe 1-2017

() Mit Erziehung scheint es wie mit dem Geschmack zu sein. Man kann darüber nicht streiten. Man kann aber wunderbar darüber verzweifeln - wie sich anderer Leute Kinder benehmen. Ist Erziehung aber auch gleich ein viel zu starkes Wort? Geht es nicht heutzutage vor allem um die gezielte, möglichst frühzeitige und allumfassende Förderung all der kleinen Hochbegabten? Und sollten sie nicht hoch gen...


Buch-Tipp

Hafenmanöver Schritt für Schrit von Klaus Andrews , Lars Bolle

von Jens Pittasch, Cottbus, erschienen in Ausgabe 1-2017

Das neue Jahr beginnt - die Zeit, bis Boote und Yachten zurück ins Wasser kommen, wird kürzer. Noch aber ist Gelegenheit zum Trockenschwimmen oder -segeln. Wir wäre es mit einem Buch voller Segelschiffe in Aktion am Kamin, ersatzweise einfach mit Kuschelsocken auf dem Sofa? Ein solches, wahrhaftes Bilderbuch erreichte uns vom Delius Klasing Verlag. Mit „Hafenmanöver Schritt für Schritt“ fällt ...


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