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„Tischlein, deck dich!“
Sonderausstellung im Senftenberger Schloss

Ein gedeckter Tisch mit edlem Porzellan, Steingut, Ton- und Holzgeschirr oder Plastik ist immer von dem Bemühen getragen, das tägliche oder festliche Essen zu einem erfreulichen und behaglichen Erlebnis zu machen. Dabei haben sich die Sitten, Bräuche, Umgangsformen bei Tisch und die Gebrauchsgegenstände im Laufe der Jahre oft und gravierend verändert.
Das Senftenberger Museum zeigt in seiner derzeitigen Sonderausstellung Tafelkultur und Tischsitten der Vergangenheit oder Gegenwart und nimmt den Besucher auf eine spannende Reise durch die Kulturgeschichte mit. Dabei erfährt er, wie mit Tee, Kaffee und Schokolade das Schlaraffenland nach Europa kam, welche Tischzeremonielle und -regeln es gab oder aus welchem Material Essgeschirre bestanden. Warum ging es im Laufe der Zeit beim Essen von der Hand zur Gabel und wieder zur Hand? Zu einem Mahl gehört der Teller selbstverständlich dazu. Doch wieso ist er wie vieles auf den Tischen in seiner Funktion ein vergleichsweise junges Geschirr? Diese und viele andere Fragen beantwortet die Ausstellung. Die präsentierten Exponate sind aus dem eigenen Museumsbestand. Zu sehen sind Küchen- und Essgeschirre, gusseiserne Poteriewaren aus dem Kunstgußmuseum Lauchhammer, Ton-, Plastik-, Glas- und Reisegeschirr, Backgegenstände aus Holz und Plastik, viele Küchen- und Kochutensilien aus alten Küchen. Im Mittelpunkt steht eine prunkvoll gedeckte Mittagstafel mit edlem Porzellan, Silberbesteck und passendem Zubehör. Ein kleiner Praxistest erwartet den Besucher nach dem Rundgang durch die Ausstellung. Er kann seine Geschicklichkeit beim Serviettenfalten ausprobieren. Dazu stehen ihm Material und Anleitung für acht verschiedene Motive zur Verfügung. Auch an Kinder, die gern basteln, ist gedacht. Sie haben die Gelegenheit, Tischschmuck und Einladungskarten nach Vorlagen herzustellen. Für diese Angebote sind der Phantasie und dem Geschick der älteren und jungen Besucher keine Grenzen gesetzt. Das Museum in der Festung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

© blattwerk e.V. 2005