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Heimat und Glaube, Liebe und Hoffnung
Eckhard Böttger

Den Ausstellungstitel Heimat und Glaube, Liebe und Hoffnung liefert ein großformatiges Gemälde, das aus der jüngst entstandenen, umfänglichen Werkgruppe Winterland entstammt. Der in Finsterwalde lebenden Künstler Eckhard Böttger (Jg. 1954) ist über Südbrandenburg hinaus längst kein Unbekannter mehr. Zuletzt war in Cottbus seine wandumspannende Arbeit Lausitzer Fragmente in der Mensa der BTU bei dem Ausstellungsevent kottbuskunst akut07 (2007) zusehen.
Seit her hat sich sein Malstil spürbar gewandelt, denn die Bilder muten jetzt dichter, teils düsterer und vielschichtiger an, ja sie zeigen sich manchmal fast bis zum Bersten gefüllt. Das verdeutlicht beispielhaft das Titel gebenden Leinwandbild: In expressivem Figurenstil gemalt, ist es voller Dynamik und Brüche. Eine geschundene Landschaft weitet sich in seltsamer Farbigkeit, die von vielen Andeutungen übersät wird und in deren Vordergrund 3 Figuren heftig suchend unterwegs scheinen. Der Maler entrollt mit surreal-realer Kombinatorik ein existentielles Drama. Darin aber und mit Blättern aus der Serie Gegend etwa, die beide die Werkauswahl im Haus 23 bestimmen, bleibt Böttger seinem angestammten Thema treu: dem vom Braunkohlebergbau um und umgewühlten Landstrich der Niederlausitz. Das Landschaftsbild überführt der Künstler Eckhard Böttger hier wieder und wieder dringlich zu seelischen Dimensionen.

© blattwerk e.V. 2005