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KARFREITAGSKONZERT
Carl Philipp Emanuel Bachs Matthäus-Passion

Mit Carl Philipp Emanuel Bachs Matthäus-Passion begeht das Bach Consort Cottbus am Karfreitag sein 25 jähriges Bestehen. 1992 wurde es von Christian Möbius, dem damals frischgebackenen Chordirektor des Staatstheaters, und einigen Mitstreitern gegründet. Die Matthäus-Passion des Sohns von Johann Sebastian Bach vereint zwei Musikwelten in sich. Carl Philipp schrieb sie quasi zwischen gepackten Umzugskisten. Es war ein Umzug in die Freiheit einer reichen bürgerlichen Stadt. Viele Jahre hatte der Komponist im Dienste Friedrich II. gestanden, sich dabei aber zusehends eingeengt und isoliert gefühlt. So wechselte er kurz nach Ostern 1768 als städtischer Musikdirektor nach Hamburg. Carl Philipps Ideal war, in seiner Musik das Gefühl, die Empfindungen bis in kleinste Verästelungen hin auszudrücken. Damit traf er den Nerv seiner Epoche. Vielleicht aus Zeitmangel, wohl aber auch als Verbeugung fügte er Choräle, Chöre und Rezitative seines Vaters in das Werk ein. Die Arien aber stammen allesamt von ihm und lassen die barocken Klänge hinter sich. So geriet die Matthäus-Passion zu einer großartigen Mischung von hochbarockem und klassischem Stil. Das musikalische Schlusswort überließ er seinem Vater: Den abschließenden Choral übernahm er von ihm. Mit Ludmila Lokaichuk, Meike Funken, Marlene Lichtenberg, Christian Henneberg, Dirk Kleinke, Ingo Witzke, dem Kammerchor der Singakademie Cottbus e.V. und dem Bach Consort Cottbus. Dirigent: Christian Möbius

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