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Geschichte der Rotzfrechen
Asphaltkultur (RAK)

Die Rotzfreche Asphaltkultur (RAK) ist ein seit über 35 Jahren lose bestehender Zusammenschluss linker Straßenmusiker*innen und Kleinkünstler*innen. Entstanden aus der Anti-Atom-Bewegung ist die RAK ein Versuch von Selbstorganisation – irgend etwas zwischen Netzwerk, musikalischer Aktionsgruppe und Chaotenhaufen. Die Bands und „Künstler*innen“ der RAK vereint ein anarchisches Lebensgefühl, die Sehnsucht nach Veränderung und der Kampf für eine bessere Welt. Viele von ihnen verstehen ihre Musik als Teil linker Bewegung, Verweigerung oder einfach als Versuch, den Notausgang aus den bestehenden Verhältnissen zu finden. In den letzten Jahren haben einige RAKis alte Aufnahmen und Geschichten in einem Archiv gesammelt. Viele dieser Schätze sind einfach zu schön oder skurril, als dass wir sie in den Regalen verstauben lassen wollen. Daher haben wir nun ein kleines Hörstück daraus gebastelt. Im Programm gibt es eine Menge Musik und Geschichten von vergessenen Bands, musikalischen Entführungen, von Live-Fernsehsendungen, künstlerischer Sabotage und öffentlicher Agitation. Aber das Ganze soll nicht nur eine nostalgische Erinnerungs-Veranstaltung sein. Das Programm zeigt, wie die Songs der Rotzfrechen Asphaltkultur Ereignisse und Bewegungen in der linken Szene reflektieren, und auch, wie Menschen aus der RAK mit ihrer Musik durch Aktionen politisch wirksam werden. So wird anhand der Musik der RAK auch ein Ausschnitt aus der Geschichte der linken Bewegung erzählt. Die Veranstaltung wird durch Mittel der Rosa Luxemburg Stiftung gefördert und findet im Rahmen des RAK-Treffens in Cottbus statt.

© blattwerk e.V. 2005