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TheaterBlick: Der Besuch der alten Dame

Premiere im Staatstheater Cottbus am 23.3.2019
von Angelika Koch, Kultur, erschienen in Ausgabe 5-2019
Aus der Tiefe des Orchestergrabens kommen fünf Männer in farblich fein abgestimmten Anzügen auf die Bühne geeilt. Es sind der Pfarrer (Rolf Gebert), der Lehrer (Thomas Harms), der Polizist und gleichzeitig Bahnhofsvorsteher (Kai Börner), der Bürgermeister (Gunnar Golkowski) und der Kramladenbesitzer Ill (Axel Strothmann), allesamt Bürger der Kleinstadt Güllen. Gespannt erwarten sie den Einuhrdreiz... mehr
Von der Vision in die Tat
ein Strombad für alle
von Cornelia Meißner, Kultur, erschienen in Ausgabe 5-2019
Am Spreeufer lagern Familien, Kinder springen vom Steg in den Fluss. Die Sonne scheint und in der (Chekov) Palettenbude gibt es Erfrischungsgetränke. Gerade schieben sich Musiker mit Instrumentenkoffern durchs Tor. Sie proben hier und grüßen im Vorbeigehen die Sprayer, an ihren legalen Wänden immer neue Kunstwerke. Mit der roten Sonne kommen Menschen, um dem leisen Konzert zu lauschen, einen guten... mehr
Wenn Körper Geschichten erzählen
Tanztheaterpremiere „Unter der Dusche war ich das Wasser“ am 16.2.19 im Piccolo Theater
von Angelika Koch, Kultur, erschienen in Ausgabe 4-2019
Seit es Menschen gibt, wird getanzt. Der Tanz gehört wie die Sprache einfach zum Menschen dazu. Wenn einem Baby rhythmische Musik vorgespielt wird, fängt es an, mit Armen und Beinen zu zucken. Mit zehn Monaten beginnen Kinder spontan zu tanzen. Irgendwann aber vergessen, verlernen, vernachlässigen die meisten Menschen heutzutage diese Fähigkeit leider wieder. Aber Tanz verbindet Menschen, fordert ... mehr
Vorgestellt: Der Regisseur Ronny Jakubaschk
von Angelika Koch, Kultur, erschienen in Ausgabe 4-2019
Die nächste Schauspielpremiere, die im Staatstheater Cottbus am 23.3.2019 herauskommen wird, ist Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“. Der gebürtige Cottbuser Ronny Jakubaschk, der in der vorigen Spielzeit schon erfolgreich seine Version von Franz Kafkas „Die Verwandlung“ im Staatstheater inszeniert hatte, ist mit der Regie betraut. Vorab stellte Blicklicht ihm einige Fragen. Was rei... mehr
Kein Tag ohne Strich
Zum 75. Geburtstag von Günther Rechn
von Conny Meißner, Kultur, erschienen in Ausgabe 4-2019
Ich gebe es zu, ich bin ein bisschen aufgeregt. Heute habe ich ein Date mit dem bekannten Maler und Grafiker Günther Rechn. Wie wird er wohl sein? Hat er vielleicht Künstlerallüren? Es ist noch ein bisschen Zeit, also setze ich mich auf eine Bank und habe einen guten Blick in seinen kleinen Garten vor dem Atelier. Er wohnt idyllisch mitten in der Stadt. Kleine Skulpturen lockern die noch schlafend... mehr
Das (fast) unendliche Leben der Ohrwürmer
Frau Luna im Staatstheater Cottbus, gesehen am 27.2.2019
von Angelika Koch, Kultur, erschienen in Ausgabe 4-2019
Es ist Faschingszeit. Das Staatstheater hat sich wieder darauf eingestellt und bringt diesmal Paul Linckes erfolgreichste Operette auf die Bühne, und wahrscheinlich wird man sie im nächsten Jahr in der „fünften Jahreszeit“ wieder sehen können. Vor über 100 Jahren war die Operette das, was heute Kino, Fernsehen und Popmusik-Shows zusammen ausmachen. Sie war das Unterhaltungsmedium schlechthin, das ... mehr
Lesebühne: Winterdepression und MuhMuhMuh
von Matthias Heine, Kultur, erschienen in Ausgabe 3-2019
Nicht so schlecht wie sein Ruf… ist unser Städtchen im Dezember. Der Lausitzer Rundschau geht es wohl auch so. Und auch die Wahrheit gerät bisweilen in Bedrängnis. Wird bis zur Unkenntlichkeit verramscht. Ein Oberstaatsanwalt legt seine Hand ins Feuer. Nichts gesehen, nichts gehört, nichts gesagt und nichts gewesen. Keine Deutschen unter den Opfern. Der Rest ist egal. Der Rest sei Lyrik. Schön das... mehr
Im Januar in Cottbus gesehen
„1984“ im Staatstheater und „KRG. Eine Heimatbetrachtung“ im Piccolo Theater
von Angelika Koch, Kultur, erschienen in Ausgabe 3-2019
„1984“ Schade, da wäre viel mehr drin gewesen Der 1949 erschienene Roman des Engländers George Orwell war für die DDR-Leser, wenn sie ihn denn in die Hände bekamen und heimlich gelesen hatten, eine erschreckende Offenbarung über das Überwachungssystem, das der „große Bruder“ Sowjetunion unter seinem Führer Stalin aufgebaut hatte und bis zu dessen Tod praktizierte. George Orwell war 1903 in Indie... mehr
Blicklicht-Retrospektive
Nagelritz in der Bühne 8
von Horst Jatzlauk, Kultur, erschienen in Ausgabe 3-2019
„Moin“ sagt der Norddeutsche und „moin, moin“, wenn er nicht nur grüßen, sondern auch noch ein Schwätzchen machen möchte. Gibt es dann noch eine Ahoi-Brause dazu, wird es gemütlich. So war es jedenfalls am 08.02.2019 ab 19.30 Uhr in der Bühne 8, anlässlich der (leider) letzten Veranstaltung der 2019er Ausgabe des Studentenkabarett-Festivals „Ei(n)fälle“ in Cottbus. Kein geringerer als „Nagelritz“,... mehr
Andreas Kieling
Wildnis-Wunder und weise Worte
von Agneta Lindner, Kultur, erschienen in Ausgabe 2-2019
Erstaunlich gut gefüllt war die Stadthalle am 7. Januar um 19:30 Uhr. Kein Schlager- oder Popstar wurde erwartet und auch keine der inzwischen inflationär auf die Bühne gebrachten Musical-Darstellungen von Ach und Hach oder Hui und Ui. Nein. Die Bühne sollte von einem ungeschniegelten Mann betreten werden, der mit der Fähigkeit auf klug-unterhaltsame Weise Wissen zu vermitteln und mit Hilfe seiner... mehr
Äffchen tanzt doch weiter
von Cornelia Meißner, Kultur, erschienen in Ausgabe 2-2019
Auch in der Galerie Fango gab es in den vergangenen Monaten Momente mit Schnappatmung. Wo gewohnheitsgemäß Kunst, Musik und feiner Sandstrand für entspanntes Wohnzimmerwohlgefühl sorgen, hätte auch das Licht ausgehen können. Zum Glück bleibt diese Lieblingsbar den Cottbusern auch im 16. Jahr des Vereinsbestehens erhalten. Warum es brenzlig wurde, was das mit Lärm zu tun hatte und was sich dadurch ... mehr
Kunst für ein politisches Jahr
von Bernd Müller, Kultur, erschienen in Ausgabe 2-2019
Das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die ungefähr 32.000 Besuchern an den Standorten Cottbus und Frankfurt (Oder) seien eine erhebliche Zahl, sagte Direktorin Ulrike Kremeier im Januar auf einer Pressekonferenz. Für das neue Jahr haben sich die Mitarbeiter des Landesmuseums wieder einiges vorgenommen. Sie wollen nicht nur ästhetisch hochwer... mehr
Dürfen Faschisten Filmhelden sein?
von Bernd Müller, Kultur, erschienen in Ausgabe 1-2019
Mit dem Begriff „Propaganda“ verbinden wir in der Regel nichts Gutes. Laut „Politlexikon für junge Leute“ bedeutet er die gezielte und systematische Verbreitung von politischen Ideen, Weltanschauungen oder Meinungen. Bei politischer Propaganda gehe es dabei auch um die Manipulation von Meinungen und Einstellungen. Das ist der Hauptvorwurf, der dem Begriff sein Negativimage verleiht. Behaupten wir... mehr
Prozesse nicht schönreden, die nicht schön sind
Ein Gespräch mit dem Programmdirektor des Cottbuser Filmfestivals Bernd Buder
von Bernd Müller, Kultur, erschienen in Ausgabe 1-2019
Herr Buder, im Rahmen des 28. Filmfestivals wurden unter anderem in der Reihe „Close-Up UA“ nationalistische Propagandafilme gezeigt. Sie wollten damit einen Diskurs anstoßen. Wieso und wie kann dieser gelingen?   Ich befürchte, dass die Produktion nationalistischer, patriotischer, historischer - um nur drei Etiketten zu nennen - Filme in nächster Zeit nicht abreißen wird. Die Ukraine ist ja hier... mehr
Lesebühne: Irgendwie gut
von Mathies Rau, Kultur, erschienen in Ausgabe 1-2019
„Frag mich mal, wie mein Hintername ist.“ Mit sieben macht man sich noch keine Gedanken darüber, dass ein Witz, der darauf basiert, dass jemand eine blöde Frage stellt, scheiße ist. Ich kenne den Witz natürlich, es würde mich wundern, wenn irgendjemand zwölf Lebensjahre erreicht hätte, ohne den Witz zu kennen. Die Antwort ist simpel. „Wie ist dein Hintername?“ „Mein Hintern hat keinen Namen!“ Die ... mehr
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