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15 Jahre Galerie Fango

die Ausstellung

von pm, Kultur, 01.12.2017

pictures/artikel/IMG_12124618.jpg15 Jahre jenseits von ausgetreten Pfaden und doch ganz mittendrin – Kulturforum Cottbus e.V. / Galerie Fango - das ist der vollständige Name einer Bar, einer Galerie, eines Veranstaltungsorts für Konzerte, Lesungen, Theater, Performances, manchmal auch schon eines Cafés und eines Ateliers. Die Fango ist eben das, was man gerade braucht. Diese raumgewordene Wundertüte wirbelt nun bereits seit 15 Jahren Sand durch die Cottbuser Kulturszene. Am 16. Dezember eröffnet die Galerie ihre Jubiläumsausstellung.

Was man so oft im Dunst von Bier und Kneipenlaune übersieht ist, dass der Kulturforum Cottbus e.V. ein ehrenamtlicher Verein ist, der von Beginn an bis heute von ehrenamtlich arbeitenden Mitgliedern getragen wird; sei es die Bewirtschaftung der Bar, das Hängen und Abhängen der Ausstellungen (mehr als 130 in den vergangen Jahren) oder die zahlreichen handwerklichen Arbeiten, die im Laufe der Zeit nötig waren. Aus völlig freien Strukturen, unabhängig von öffentlichen Trägern, ohne öffentliche finanzielle Unterstützung haben es die Macherinnen und Macher der Fango geschafft nicht nur einen Ort für ihre Gäste regelmäßig zu öffnen, sondern auch immer wieder mit neuen Inhalten zu beleben: Workshops verschiedenster Art, Kreativkurse,
Kunst- und Musikfestivals. Ganz nebenbei so scheint es wurden auch kleine und große Krisen überwunden. Ein Wasserschaden, temporärer Mitgliederschwund, Anstieg der Miete, Auseinandersetzungen mit den Behörden und ähnliches mehr brachten das Projekt mehrmals in beachtliche Schieflage. Immer wieder gab es da aber eine Gruppe von Menschen, die die Energie aufgebracht haben um die Fango durchzubringen und zu erhalten.

Ab dem 16. Dezember richtet die Galerie Fango das Spotlight nun auf sich selbst. In einer bunten Ausstellung mit kleinen Objekten, Installationen, natürlich vielen Bildern und noch mehr Geschichten soll erinnert werden an die vergangen 15 Jahre Arbeit, an die Herausforderungen, an die Erfolge und vor allem an die Menschen, die in dieser Zeit durch den Sand geschritten sind um die Fango zu dem zu machen, was sie bis heute ist – ein Ort der Freiheit und der Gemeinschaft.

Einen Ehrenplatz wird eine Auswahl von Werken des Cottbuser Künstlers Sven Pfennig einnehmen. Seiner Kunst ein Forum zu geben war vor vielen Jahren der Antrieb von Vereinsgründer und bis heute Vorstandsvorsitzenden Jan Gerlach. Die Kunst Sven Pfennigs bildet gewissermaßen die DNA der Unternehmung Fango, sei es ideell oder tatsächlich, denn bei genauem Hinsehen bzw. nach neugierigem Fragen kann man entdecken, dass die Räume gespickt sind mit vielen kleinen und großen Relikten des Künstlers.

Zur Ausstellungseröffnung wird es ein besonderes Schmankerl geben. Der junge Pianist Pavel Kuznetsov (*1992) gibt im Sand ein Solokonzert mit einer Auswahl von klassischen Werken. Man könnte fast behaupten es ist eine Art Probelauf für sein Solodebüt, welches er im Januar in der Berliner Philharmonie spielen wird. Danach wird gefeiert und angestoßen auf die Vergangenheit, auf das Heute, auf die Zukunft in der Amalienstraße 10.


Ausstellung: 15 Jahre Galerie Fango, 16.12.2017 um 20 Uhr.
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