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BUND und Bürgerinitiative rufen zur Beteiligung am Einwendungsverfahren gegen Legehennenanlage auf

von pm/BUND, Umwelt, 11.01.2018

BUND Brandenburg und Bürgerinitiative contra Eierfabrik Oranienburg rufen Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung am Einwendungsverfahren gegen geplante Legehennenanlage in Zehlendorf auf.

Anlässlich der am Dienstag, den 09.01.2018 vom Landesumweltamt veröffentlichten Bekanntmachung der öffentlichen Auslegung der Antragsunterlagen für die geplante Legehennenanlage in Zehlendorf (Oranienburg) mit 42.000 Tierplätzen ruft der BUND Brandenburg zusammen mit der Bürgerinitiative contra Eierfabrik Oranienburg die Bevölkerung zur Beteiligung am Einwendungsverfahren auf. Ab Mittwoch den 17. Januar 2018 liegen die Unterlagen zur Einsichtnahme bis einschließlich Freitag den 16.02.2018 z.B. im Stadtplanungsamt Oranienburg öffentlich aus. Um Bürgerinnen und Bürger zu informieren und zu mobilisieren, bis zum 16.03.2018 Einwendungen gegen das Bauvorhaben zu erheben, haben Umweltverband und Bürgerinitiative mehrere Veranstaltungen geplant.
“Bei Tierhaltungsanlagen dieser Größenordnung rechnet der Gesetzgeber von vornherein damit, dass es zu einem erheblichen Eingriff in die Landschaft kommt. Deswegen hat er nicht nur eine umfangreiche Prüfung der Auswirkungen auf die Umwelt vorgesehen, sondern auch ein öffentliches Beteiligungsverfahren, bei dem Bürgerinnen und Bürger konkrete Einwendungen gegen das Vorhaben vorbringen können,” sagte Jens-Martin Rode, Leiter der Kampagne “Stoppt den Megastall!”! “Wer die Anlage verhindern will, muss sich jetzt an diesem Verfahren beteiligen. Im Rahmen der Kampagne “Stoppt den Megastall!” bieten BUND und Bürgerinitiative dazu Informationsveranstaltungen und Hilfestellung an.” fügte er hinzu.
Hintergrund: Mitte 2016 wurden Planungen bekannt, in den beiden zu Oranienburg gehörenden Ortschaften Zehlendorf und Wensickendorf Tierhaltungsanlagen mit einer Kapazität von insgesamt über 80.000 Legehennenplätzen zu bauen. Mit der öffentlichen Auslage der Antragsunterlagen für die erste Anlage mit zunächst 42.000 Plätzen werden die Planungen nun konkret. Um einen weiteren Zubau von Massentierhaltungsanlagen in der Region zu stoppen, hatte der BUND im Rahmen des Aktionsbündnisses Agrarwende Berlin-Brandenburg ebenfalls 2016 die Kampagne “Stoppt den Megastall!” gestartet. Dazu gibt der BUND den Erfahrungsschatz aus vergleichbaren Verfahren weiter, vernetzt Bürgerinitiativen, Fachexpertise und juristischen Beistand und mobilisiert die durch das Volksbegehren gegen Massentierhaltung sensibilisierte Öffentlichkeit für den Einzelfall. Für das Verfahren in Zehlendorf bieten BUND und Bürgerinitiative hierzu “Einwendungswerkstätten” als Mitmachangebot an. Termine werde auf der Internetseite der Kampagne sowie der Bürgerinitiative bekannt gegeben. Die Kampagnenarbeit von “Stoppt den Megastall!” wird von der Bewegungsstiftung gefördert.
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