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Schwimmende Architektur im Lausitzer Seenland

liegt die Zukunft der Lausitz auf dem Wasser?

von pm, Lausitz, 09.02.2018

Mit fast 30, zum Teil schiffbar miteinander verbundenen Bergbaufolgeseen kann der Tourismus auf, am und im Wasser zu einem wichtigen Wirtschafts- und Siedlungsfaktor in der Lausitz werden. Insbesondere mit schwimmenden Bauten und schwimmenden Siedlungsstrukturen erhält dieser in der Bergbaufolgelandschaft ein Alleinstellungsmerkmal.
Schwimmende und aufschwimmbare Bauten sind weltweit von Bedeutung. In Mitteleuropa dominiert zweifellos ihre Attraktivität als exklusiver Wohnstandort und als lukrative touristische Destination. Infolge des fortschreitenden Anstiegs des Meeresspiegels besteht aber auch eine Relevanz für viele, diesbezüglich gefährdete Regionen.
Bauen auf dem Wasser erfordert eine komplexe Herangehensweise. Neben dem Auftriebsverhalten der Schwimmkörper sind Umwelteinwirkungen, das Wechselspiel von Materialauswahl und Wasserqualität sowie Fragen der Ver- und Entsorgung zu berücksichtigen. Energetisch kann neben der Strahlungsenergie auch beispielsweise die thermische Energie des Wassers genutzt werden. Andererseits sind effektive Wege zur Versorgung mit dem Trinkwasser, der Reinigung bzw. Entsorgung des Abwassers sowie zum Umgang mit anfallenden Abfällen zu finden. Bei der Konzipierung und Umsetzung schwimmender Bauten und Siedlungsstrukturen sind neben technischen Fragen auch solche zum Sozialverhalten der potentiellen Nutzer/Eigentümer zu berücksichtigen.
In der Lausitz gibt es seit längerem Erfahrungen mit schwimmenden Häusern unterschiedlichster Nutzungsstruktur. In Hafen der Seestadt Großräschen ist eine schwimmende Experimentalplattform im Entstehen. Im Rahmen der Initiative des BMBF „WIR!“ - Innovationswerkstatt Wasser-Landschaft-Lausitz, die sich gegenwärtig in der Konzeptphase befindet, sollen langfristig die Grundlagen zum Aufbau eines Zentrums für Schwimmende Architektur geschaffen werden. Mit der Entwicklung und Produktion spezifischer Bauteile können so auch Arbeitsplätze für die "Nachbraunkohleära" in der Region entstehen.

Zeit: 13.02.2018, 17:30 Uhr
Ort: BTU, Hörsaal B, Zentrales Hörsaalgebäude (ZHG)
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