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Zweiter Warnstreik beim DRK Forst Spree-Neiße

am 17. Januar 2018 von 11 Uhr bis 14 Uhr

von pm/verdi, Politik, 15.01.2018

Die Gewerkschaft verdi hat die rund 170 Beschäftigten beim DRK Kreisverband Forst Spree-Neiße e.V. erneut zum Warnstreik am 17. Januar 2018 in der Zeit von 11 Uhr bis 14 Uhr aufgerufen. Um 11:30 Uhr beginnt an der Stadtkirche in Forst eine Demonstration durch das Stadtzentrum für einen Tarifvertrag beim DRK. Am 7. November 2017 hatten sich rund 60 Beschäftigte am ersten Warnstreik beteiligt.
Die Gewerkschaft verdi hatte im Juni 2017 den DRK Kreisverband Forst Spree-Neiße e.V. erstmals zu Tarifverhandlungen aufgefordert und einen Tarifvertrag gefordert, wie er mit dem DRK Kreisverband Cottbus-Spree-Neiße-West e.V. im Mai 2016 von der Gewerkschaft verdi abgeschlossen wurde.
Der DRK Kreisverband Forst Spree-Neiße hat die ver.di-Tarifforderung zurückgewiesen und erst am 30. November 2017 ein Tarifangebot unterbreitet. Den für den 28. Dezember 2017 vereinbarten Verhandlungstermin hat der DRK Kreisverband Forst abgesagt und als nächsten Verhandlungstermin den 25. Januar 2018 vorgeschlagen.
Die ver.di-Tarifkommission hatte die Terminabsage des DRK kritisiert und die zügige Fortsetzung der Tarifverhandlungen gefordert und Terminvorschläge unterbreitet.
Das Tarifangebot des DRK Kreisverbandes Forst Spree-Neiße hat die verdi-Tarifkommission als völlig unzureichend abgelehnt. Die Tarifkommission fordert einen Tarifvertrag, wie er beim DRK-Kreisverband Cottbus Spree-Neiße West Anwendung findet.
In dem Tarifangebot des DRK werden langjährige Berufserfahrung und die Betriebszugehörigkeit nicht berücksichtigt. So sollen die Beschäftigten mit Berufserfahrung und langjähriger Betriebszugehörigkeit nur das Entgelt von Berufsanfängern, die gerade Ihre Ausbildung beendet haben oder erstmals als Pflegehelfer arbeiten, erhalten.
Im DRK-Angebot fehlt die monatliche Schichtzulage für Schichtarbeit (Früh, Spät, Sonnabend, Sonntag und Feiertag) in Höhe von rund 40 EUR (bei Teilzeit anteilig) bzw. die monatliche Wechselschichtzulage (Schichtarbeit mit Nachtschichten im Monat) in Höhe von 102 EUR (bei Teilzeit anteilig), wie sie im Tarifvertrag mit dem DRK Kreisverband Cottbus-Spree-Neiße-West geregelt ist.
Das DRK-Angebot enthält auch kein Weihnachtsgeld. Die Gewerkschaft verdi fordert ein Weihnachtsgeld in Höhe von 67,5% des durchschnittlichen Entgeltes, wie es nach dem Tarifvertrag beim DRK Kreisverband Cottbus- Spree-Neiße-West e.V. gezahlt wird.
Nach dem Arbeitgeberangebot soll eine Pflegefachkraft (Krankenschwester oder Altenpfleger/in mit 3jähriger Ausbildung) in Vollzeitbeschäftigung mit einer 3jährigen Berufserfahrung rund 2700 EUR brutto weniger Entgelt im Jahr als nach dem Tarifvertrag mit dem DRK-Kreisverband Cottbus-Spree-Neiße-West erhalten.
Bei einer 6jährigen Betriebszugehörigkeit beträgt die jährliche Differenz in Vollzeitbeschäftigung rund 5370 EUR brutto. Bei einer 10jährigen Beschäftigungszeit beträgt die Differenz in Vollzeitbeschäftigung rund 6730 EUR brutto im Jahr. (Bei Teilzeitarbeit ist die Differenz anteilig niedriger.)
Eine Pflegekraft (Pflegehelferin) und ein/e Betreuungsassistent/in in Schichtarbeit in Vollzeitbeschäftigung mit einer 3jährigen Berufserfahrung erhält nach dem Arbeitgeberangebot rund 3800 EUR brutto im Jahr weniger Entgelt als nach dem Tarifvertrag mit dem DRK-Kreisverband Cottbus.
Bei einer 6jährigen Betriebszugehörigkeit beträgt die jährliche Differenz schon 4850 EUR brutto im Jahr. Bei einer 10jährigen Beschäftigungszeit beträgt die Differenz schon 5630 EUR brutto im Jahr. (Bei Pflegekräften und Betreuungsassistenten in Teilzeitarbeit ist die Differenz anteilig niedriger.)
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