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bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen

Staatssekretärin Ines Jesse diskutiert mit Cottbuser Schülerinnen und Schülern

von pm, Politik, 13.12.2017

Staatssekretärin Ines Jesse diskutiert mit Cottbuser Schülerinnen und Schülern im Rahmen der Präventionskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ über das Rauschtrinken

Alkoholmissbrauch unter Kindern und Jugendlichen ist auch in Brandenburg seit Jahren ein schwerwiegendes Problem. Nach aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamtes stieg die Zahl von Kindern und Jugendlichen, die im Jahr 2016 mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden mussten um knapp 21 Prozent. Die DAK-Gesundheit sucht nun in Kooperation mit dem Brandenburger Verkehrsministerium den Dialog mit mehr als 300 Jugendlichen aus Cottbus. Die Brandenburger Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Ines Jesse und Anke Grubitz, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Brandenburg sowie Vertreter der örtlichen Stadtverwaltung, Klinikum, Polizei und der Lebenshilfe haben in einer offenen Diskussionsrunde mit den Schülerinnen und Schülern über Ursachen, Erfahrungen, Auswirkungen und Wege gegen das so genannte Rauschtrinken diskutiert.

„Wer mit Alkohol am Steuer unterwegs gefährdet in hohem Maße sich und andere im Straßenverkehr. Die Folgen können dramatisch sein. Mit jedem Glas verstärkt sich der Kontrollverlust. Deshalb gehen wir im Rahmen unserer Verkehrssicherheitskampagne auf die Jugendlichen zu. In Diskotheken, auf Festen und anderen Veranstaltungen suchen die Schutz(B)engel das Gespräch mit den Jugendlichen. Im Vordergrund stehen dabei die wichtigsten Unfallgefahren wie Raserei sowie Alkohol- und Drogenkonsum“, sagte Staatssekretärin Jesse heute in Cottbus.

Anke Grubitz, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Brandenburg betont: „Eine regionale Alkoholprävention ohne erhobenen Zeigefinger bleibt für uns unverzichtbar. Nur so kann die Zahl der Klinikbehandlungen deutlich zurückgehen. Die heutige Diskussion über das Thema hat allen nochmal die Augen geöffnet.“

Das „Komasaufen“ bereitet vielen Eltern und Lehrkräften Sorgen. 2016 mussten 503 Kinder und Jugendliche in Brandenburg mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden. Die DAK-Gesundheit setzt seit vielen Jahren unter dem Motto „bunt statt blau“ mit dem bundesweiten Plakatwettbewerb „Kunst gegen Komasaufen“ ein Zeichen gegen das Rauschtrinken. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr lud die Krankenkasse in Kooperation mit der Brandenburger Verkehrssicherheitskampagne „Lieber sicher. Lieber leben.“ zu einer Filmvorführung mit anschließender Diskussion ein. Die Jugendlichen aus mehreren Schulen in Cottbus waren dabei, als im „Weltspiegel“ der Film „Komasaufen“ gezeigt wurde. Darin versucht der 15-jährige Lukas seine Probleme in der Schule, die Differenzen mit der Mutter und ihrem neuen Lebenspartner und die Sorgen mit seinen Mitschülern im Alkohol zu ertränken. Im Anschluss sprachen die Jugendlichen mit den Ärzten, ehrenamtlichen Helfern und Staatssekretärin Jesse über das Thema.
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